„Bajazzo“ („Bajazzo“), 1924/1945
Ascher verwendete viel Farbe, Tinte und Bleistift für die Darstellung von Clowns – und zwar der Art von Clowns, die Ruggero Leoncavallos Oper I Pagliacci (Die Clowns) aus dem Jahr 1882 berühmt machte: der Clown, der innerlich weint (normalerweise, weil ihm das Herz durch unerwiderte Liebe gebrochen wurde), während er sich schminkt, um die Leute zum Lachen zu bringen – die ihr Geld dafür bezahlt haben, zu lachen. Das Motiv des lachenden Clowns als Symbol für den Juden, der auf der Bühne der Geschichte unterhält, während er innerlich weint, wurde später von anderen jüdischen bildenden Künstlern aufgegriffen, so etwa von Jacques Lipchitz in seiner Skulptur Pierrot Escaping aus dem Jahr 1926. Können wir annehmen, dass Ascher diesen Aspekt des Themas „Lone Man“ als spezifisch jüdischen Aspekt aufgegriffen hat? Welche besonderen Eigenschaften hat dieser Clown sowohl in Bezug auf die Maltechnik als auch auf die emotionale Darstellung des Motivs?


