"Aufbau der größten digitalen Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus: Die Arolsen Archives“
Floriane Azoulay (Direktor) und Giora Zwilling (Stellvertretender Archivleiter) der Arolsen Archives
sprich mit Rahel Stern von der Fritz Ascher Gesellschaft über die Bedeutung der Dokumente der Arolsen Archives für die Holocaust-Forschung,
und die Rolle, die die Crowdsourcing-Initiative #everynamecounts spielt eine Rolle bei ihren Bemühungen, die Dokumente weltweit zugänglich zu machen.

Wir sind stolz darauf, das zu sein erster US-Partner der Arolsen Archives beteiligten sich an der Crowdsourcing-Initiative „everynamecounts“ und schufen so das größte digitale Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus.
Der Internationale Suchdienst (ITS), seit 2019 Arolsen Archives, wurde 1948 von den Alliierten als zentrales Such- und Informationszentrum eingerichtet. Es beherbergt die weltweit umfangreichste Sammlung von Dokumenten über Opfer nationalsozialistischer Verfolgung, darunter Unterlagen aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern, Ghettos und Strafanstalten, Unterlagen über Zwangsarbeiter sowie Unterlagen aus der frühen Nachkriegszeit über Displaced Persons, vor allem Holocaust-Überlebende, ehemalige KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter. Auch Menschen, die aus politischen Gründen aus dem Einflussbereich der Sowjetunion geflohen waren, sind eingeschlossen. 

Die Bestände des Archivs umfassen insgesamt 30 Millionen Dokumente und gehören UNESCO-WeltdokumentenerbeSeit 2019 haben die Arolsen Archives 27 Millionen dieser Dokumente online veröffentlicht, doch die Zahl der durchsuchbaren Namen und Stichwörter ist immer noch äußerst begrenzt.

Arolsen Archives, Arolsen (Deutschland). Foto Johanna Gross

Arolsen Archives, Arolsen (Deutschland). Foto Johanna Gross

Erfassen Sie mit uns die Namen und Wege der Verfolgung! Sie können Namen und Daten aus gescannten historischen Dokumenten digital übertragen, sodass diese Informationen künftig im Online-Archiv zu finden sind. Dafür sind keine Fachkenntnisse erforderlich – jeder kann mitmachen.

Die Crowdsourcing-Website führt Sie durch die Archivdokumente und zeigt Hilfetexte an, die Ihnen dabei helfen. Alle Projektinformationen sind auf Englisch und Deutsch, Spanisch, Polnisch und Französisch verfügbar. 

Helfen Sie uns dabei, die Opfer der NS-Verbrechen nie zu vergessen!
Bitte teilen Sie uns Ihre Erfahrungen als Teil von #everynamecounts per E-Mail an fritzaschersociety@gmail.com mit.

Häftlings-Personal-Karte Iwan Polischuk
Arolsen Archives, Arolsen
Foto Johanna Gross

DP-Dokument Elise-Helene Limberg
Arolsen Archives, Arolsen
Foto Johanna Gross