Ascher, ein jüdischstämmiger Konvertit zum Christentum, zeigte in seinen bemerkenswertesten Gemälden oft Szenen, die direkt aus der jüdisch-christlichen Ikonographie und Erzählung abgeleitet waren. Während diese vielen Szenen die Frage aufwerfen, inwieweit man Aschers eigene Wahrnehmung religiöser Identität seiner Bildsprache zuschreiben kann, verwenden Aschers Werke zu religiösen Themen Religion ebenso als Folie, um andere Themen zu erkunden. In dieser Hinsicht war Ascher nicht allein unter seinen modernen Künstlerkollegen, wie beispielsweise Marc Chagall, der, obwohl er Jude war, in seinen Gemälden häufig Kreuzigungsbilder verwendete, oft als symbolische Kommentare zu aktuellen Weltereignissen.
Auch wenn die Interpretation von Aschers Werken mit ausgesprochen religiösen Themen unterschiedlich ausfallen kann – und sollte –, bleibt die Bedeutung jüdisch-christlicher religiöser Themen bei der Lektüre vieler monumentaler Werke Aschers stets gleich.
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Die Entstehung von Golgatha und anderen biblischen Bildern
Alle Fritz Ascher-Bilder © Bianca Stock.











