1893 Geboren am 17. Oktober als Sohn von Minna Luise Ascher (geb. Schneider) und Dr. Hugo Ascher.
Seine Schwestern Charlotte und Grete wurden am 8. Oktober 1894 und 11. Juni 1897 geboren
1899 Hugo Ascher verlässt mit seinen drei Kindern am 20. März das Judentum, seine Frau bleibt Jüdin
1901 Taufe von Fritz, Charlotte und Grete Ascher am 28. Oktober
(gefolgt von der Firmung am 20. März 1910, 26. März 1911 und 16. März 1913)
1904 Die Ascher GmbH von Hugo Ascher beginnt mit der Produktion und dem Vertrieb Künstlicher Zahnschmelz nach Ascher
1909 Auf Empfehlung von Max Liebermann besucht Fritz Ascher die Kunstakademie Königsberg, wo er Eduard Bischoff und Franz Domscheit kennenlernt. Die Familie bezieht eine Villa des Stararchitekten Paul Schultze-Naumburg in der Niklasstraße 21-23 in Berlin-Zehlendorf
1913 Freischaffender Künstler in Berlin, Studium bei Lovis Corinth, Adolf Meyer und Curt Agthe. Längere Studienreisen.
1914 Fritz Ascher und Franz Domscheit treffen Eduard Munch in Norwegen
1915/16 Erste größere Arbeiten mit Golgatha (1915) und „Der Golem"(1916)
1918 Charlotte heiratet am 27. Juli Max Preindl
1919 In Bayern mit Franz Domscheit. Ascher freundet sich mit den Künstlern von Blauer Reiter und der Simplizissmus
1920 Grete heiratet Ernst Birn am 24. Juli
1922 Am 18. August stirbt Fritz Aschers Vater. Fritz Ascher fertigt Lithographien an und stellt seine Werke aus bei Juryfreie Kunstschau in Berlin
1924 Fritz Ascher stellt aus bei Juryfreie Kunstschau in Berlin
1933 Am 30. Januar übernimmt Hitler die Macht. Fritz Ascher darf seine Kunst weder produzieren, noch ausstellen oder verkaufen. Er beginnt, seine Wohnorte zu wechseln, zunächst in Berlin und ab 1934 in Potsdam-Babelsberg.
1938 Am 17. Oktober stirbt Fritz Aschers Mutter. Pogrome am 9./10. November. Fritz Ascher wird im KZ Sachsenhausen interniert. Freilassung am 23. Dezember dank Gerhard Graßmann.
1939 Fritz Ascher wird am 2. Januar im Gestapo-Gefängnis Potsdam interniert. Entlassung am 15. Mai dank Gerhard Graßmann und Probst Grüber. Umzug in die Teplitzer Straße 38 in Berlin. Meldepflicht dreimal wöchentlich auf dem Polizeirevier Schmargendorf und einmal monatlich in der Gestapo-Zentrale Alexanderplatz. Ab 19. November 1941 muss er den Gelben Stern tragen.
1942 Am 15. Juni taucht Ascher unter, nachdem er von Polizeipräsident Heinrich Wolber vor seiner bevorstehenden Deportation gewarnt wurde. Martha Graßmann versteckt ihn zunächst in ihrer Wohnung, dann im Keller der Lassenstraße 26 in Berlin-Grunewald. Ascher schreibt Gedichte
1945 Am 25. April wird ein Teil von Fritz Aschers Kunstwerken durch einen Bombenangriff zerstört. Am 27. April wird Berlin-Grunewald von der Sowjetarmee befreit. Fritz Ascher zieht zu Martha Graßmann in die Bismarckallee 26, Nähe Lassenstraße 26, und beginnt wieder zu malen.
1946 Ausstellung Fritz Ascher: Bilder nach 1945, mit Bernhard Heiliger in der Galerie Karl Buchholz, Berlin
1947 Ausstellung Das Naturerlebnis. Landschaftsbilder bekannter Künstler im Kunstamt Wilmersdorf, Berlin
1952/53 Intensive Arbeitsphase. Fritz Ascher lehnt alle Lehr- und Ausstellungsangebote ab
1969 Am 26. Juni wird die Villa Bismarckallee 18 abgerissen. Graßmann und Ascher ziehen in die Gelfertstraße 42. Ascher erholt sich von diesem Umzug nicht mehr. Ausstellung Fritz Ascher: Bilder nach 1945 in der Springer Galerie in Berlin vom 9. Mai bis 12. Juni
1970 Fritz Ascher stirbt am 26. März. Er wird auf dem Städtischen Friedhof in Wannsee beerdigt. Martha Graßmann stirbt bald darauf am 24. Januar 1971. Sie wird neben Fritz Ascher beerdigt.


