Ist dies der Monat der Liebe, nur weil am 14. Valentinstag ist? Lasst uns doch einfach von Liebe sprechen – Liebe für die Ausgegrenzten und Verfolgten und für diejenigen, die ihre Heimat verlassen müssen, um ihr Leben zu retten und eine neue Heimat zu finden, manche sogar mehrmals im Leben.

MITTWOCH, 14. FEBRUAR ONLINE
12: 00 PM EST
„DIE KUNST VON MARC KLIONSKY:
Gestaltung eines Drei-Welten-Zustands
von Minsk nach New York“

Bei dieser Veranstaltung wird der Professor und Autor Ori Z Soltes von der Georgetown University das Leben und Werk von Marc Klionsky (1927–2017) erkunden, unter anderem durch Gespräche mit seiner Tochter, der Wissenschaftlerin und Künstlerin Nadia Klionsky.

Der in der Sowjetunion geborene Klionsky schaffte es, sich in einer „Zwei-Welten-Situation“ zurechtzufinden: Er schuf ein spezielles Werk des sowjetischen Sozialistischen Realismus, das für den stalinistischen und poststalinistischen Staat akzeptabel war, ließ aber gleichzeitig seine Seele in Werken zum Vorschein kommen, die nur sehr wenige vertrauenswürdige Betrachter zu Gesicht bekamen. Als jüdischer Künstler lebte er tatsächlich in einer „Drei-Welten-Situation“ und musste immer abwägen, ob dieser Teil seiner Identität in seiner Kunst zum Ausdruck kommen konnte oder nicht.

Dem Künstler gelang es – nicht ohne Schwierigkeiten – 1974 nach New York City auszuwandern, wo er vor allem für seine einfühlsamen Porträts bedeutender Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts bekannt wurde, von Golda Meir bis Dizzy Gillespie.

MITTWOCH, 28. FEBRUAR ONLINE
12: 00 PM EST
„Ich bin immer unterwegs…“
Der Maler Franz Domscheit/
Pranas Domsaitis (1880-1965)“

Suchen, wandern, nicht ankommen – so lassen sich Person und Kunst von Franz Domscheit/Pranas Domšaitis charakterisieren. Als Sohn eines Bauern und Gastwirts in eine deutsch-litauische Familie hineingeboren, interessierte ihn vor allem seine litauische Herkunft. Die frühen Landschafts- und Kultureindrücke seiner Heimat Preußisch-Litauen, an der Schnittstelle deutscher und litauischer Kultur, prägten zeitlebens sein Werk. Landschaft ist eines der Hauptthemen des vor allem als Expressionist wahrgenommenen Malers.

Nachdem Domscheit in der NS-Zeit als Vertreter der „entarteten Kunst“ gebrandmarkt wurde, zog er sich in die Alpen und ins innere Exil zurück. 1949 emigrierte er schließlich nach Südafrika.

In dieser Veranstaltung spricht Jan Rüttinger, stellvertretender Museumsdirektor und Kustos für Kunst am Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, über den Künstler, der mit Fritz Ascher befreundet und Studienkollege an der Kunstakademie Königsberg war.

Wir freuen uns riesig und kündigen schon jetzt unsere bevorstehende Buchvorstellung an der Fordham University in New York an. Merken Sie sich den Termin vor!

Montag, 18. März
6: 00 PM EST
Buchveröffentlichung
Juristische Fakultät der Fordham University
Konferenzraum 7-119
150 Westen 62nd Straße
New York, NY 10023

Verbringen Sie mit uns einen Abend mit anregenden Gesprächen und Erfrischungen, während wir die Veröffentlichung von „Welcoming the Stranger. Abrahamic Traditions and Contemporary Implications“ feiern. Vorabexemplare des Buches sind erhältlich.

Dieses Buch ist eine Sammlung anregender Essays, die sich mit dem Thema Gastfreundschaft als Mittel zum Brückenbau zwischen verschiedenen Kulturen und Gemeinschaften befassen. Dieses Buch ist Pflichtlektüre für alle, die sich für interreligiösen Dialog, soziale Gerechtigkeit und die Schaffung einer integrativeren Gesellschaft interessieren.

Die Veranstaltung wird großzügig unterstützt von 1014.

Wenn Sie unsere beiden Januar-Events verpasst haben, können Sie sich die Aufzeichnungen hier ansehen:

Ende dieses Monats feiern wir den 130. Geburtstag des in Polen geborenen jüdischen Künstlers Arthur Szyk (Łódź, 1894–1951 New Canaan, CT), der Teil unserer Online-Ausstellung „Identität, Kunst und Migration“ ist.

In dieser vierteiligen Vortragsreihe untersucht der Szyk-Experte Irvin Ungar, wie und warum Szyk der Künstler des jüdischen Volkes und für das jüdische Volk ist und auf welche Weise seine Kunst und sein Geist im Dienste der Menschheit ewig währen.

In den letzten Wochen und Monaten ist sehr deutlich geworden, wie wichtig es ist, 100 Jahre zurückzublicken und sich damit auseinanderzusetzen, was in Deutschland und Europa in den Jahren vor dem Nationalsozialismus geschah.

Die Fritz Ascher Gesellschaft für verfolgte, verfemte und verbotene Kunst tut genau das. Unsere Mission ist die Vermittlung faktenbasierter Geschichte durch Diskussionen, Veröffentlichungen und Ausstellungen von Künstlern, die zwischen 1933 und 1945 vom deutschen nationalsozialistischen Regime ausgegrenzt und verfolgt wurden.

Bitte spenden Sie großzügig, um Programme wie dieses zu ermöglichen. DANKE. 

Die Fritz Ascher Gesellschaft ist eine gemeinnützige 501(c)3-Organisation. Ihre Spende ist voll steuerlich absetzbar.

Ich sende Liebe!
Alle besten Wünsche,

Rahel Stern
Geschäftsführer