„Leben ist Glühn“ Der Expressionist Fritz Ascher 


Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim, Berlin (Deutschland)

2026-05-04T00:00:00-04:00
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Coming home: Mit über 80 Gemälden und Arbeiten auf Papier ist die weltweit erste Fritz Ascher Retrospektive an den Orten zu sehen, an denen Fritz Ascher lebte und arbeitete, mit parallelen Ausstellungen in Berlin und Potsdam.
Jeder Ausstellungsort zeigt eine repräsentative Gruppe kraftvoller Gemälde und Zeichnungen, die Aschers gesamtes Schaffen von ersten akademischen Studien über monumentale expressionistische Figurenkompositionen bis hin zu späten Landschaften umspannen. Beide Ausstellungsorte präsentieren Fritz Aschers Gedichte, die er im Versteck vor der Nazi-Verfolgung schrieb, als „ungemalte Gemälde“ in Bezug zu seinem Kunstwerk.

In Berlin zeigt das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim einen Überblick über die kreative Entwicklung des Künstlers, mit einem Schwerpunkt auf Werken, die sich auf Berlin beziehen. Wir sehen seine Skizze des Künstlers Max Liebermann sowie seine Liebe zu Musik und Performance in Gemälden aus der Weimarer Republik wie „Beethoven“ und „Bajazzo und Künstler“. Nachdem er das Nazi-Terrorregime in einem Versteck im Berliner Stadtteil Grunewald überlebt hatte, übermalte er diese Werke 1945 mit Punkten und kurzen Pinselstrichen in leuchtenden Farben, die den Betrachter distanzieren. Doch bald ändert er Form und Inhalt seiner Kunstwerke völlig. Ascher wandte sich Landschaften zu, die als Reaktion auf lange Spaziergänge im Stadtforst Grunewald entstanden, der an das Viertel grenzte, in dem er in seinem Versteck überlebte und dann bis zu seinem Tod 1970 lebte. Wir sehen die wenigen Werke, in denen wir den Schauplatz erkennen, wie „Jagdschloss Grunewald“ oder „Onkel Toms Hütte“. Seine Arbeit wird unmittelbarer und dringlicher.

Der Kabinettraum im Obergeschoss ist eine Nachbildung von Aschers Wohnzimmer und lädt die Besucher ein, sich hinzusetzen und Bücher aus Aschers Bibliothek oder Gedichte, die er im Versteck schrieb, zur Hand zu nehmen. Wichtige Dokumente werden neben einer Karte mit seinen Berliner Adressen und den sie umgebenden Nazi-Organisationen gezeigt. Ein 18-minütiger Dokumentarfilm lädt dazu ein, mehr über Fritz Aschers Geschichte zu erfahren. (Website-Link)

Die Ausstellungen sind bis zum 11. März 2018 im Potsdam Museum und im Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim zu sehen.
Die Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam erforscht in „Sechs Wochen sind fast wie lebenslänglich …' Das Potsdamer Polizeigefängnis Priesterstraße/Bauhofstraße“ (5. Dezember 1939 – 13. April 2017) das Gefängnis, in dem Fritz Ascher 29 fast fünf Monate verbrachte.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters.
Ein umfassender deutsch/englischer Katalog mit Essays von Jörn Barfod, Eckhart Gillen, Wiebke Hölzer, Ingrid Mössinger, Ori Z. Soltes und Rachel Stern begleitet die Ausstellung. (Kataloglink)

Die Fritz Ascher-Retrospektive war im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück (25. September 2016 – 15. Januar 2017) und in den Kunstsammlungen Chemnitz MUSEUM GUNZENHAUSER (4. MÄRZ – 18. JUNI 2017) zu sehen und reist vom Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim in Berlin (8. Dezember 2017 – 11. März 2018) und Potsdam Museum (10. Dezember 2017 – 11. März 2018) zum Kallmann Museum in Ismaning (30. September – 24. November 2018). Anschließend wird sie in den USA gezeigt, beginnend in der Grey Art Gallery in New York (9. Januar – 6,2019. April XNUMX).

Fotos: ©Piotr Bialoglowicz (Nr. 2-6, 8, 9, 12-15), Berlin und Rachel Stern, New York (Nr. 1, 7, 10, 11)

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