„Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ 


Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte, Potsdam (Deutschland)

2026-10-15T00:00:00-04:00
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Die Ausstellung „Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ widmet sich der umstrittenen Epoche 1918–1933 und den Umbrüchen in der Folgezeit. (Link)

Einige der künstlerischen Pioniere nahmen die Revolution von 1918/1919 zum Anlass, sich zur „Novembergruppe“ zusammenzuschließen, der wohl bedeutendsten politischen Künstlergruppe der Weimarer Republik. Diese selbsternannten „Revolutionäre des Geistes“ beschritten mit ihren Motiven, Farben und Formen neue Wege des künstlerischen Ausdrucks und lehnten die alten kaiserlichen Konventionen in Form und Inhalt ab.

Aufsehen erregten die Mitglieder der Gruppe nicht nur mit ihrem revolutionären Anspruch, in allen kunstbezogenen Belangen am neuen Staat mitzuwirken. Denn in den Ausstellungen – vorrangig auf der Großen Berliner Kunstausstellung – zählten ihre Gemälde, Aquarelle, Grafiken und Skulpturen zu den meistdiskutierten und umstrittensten Werken. Diese Radikalität des künstlerischen Ausdrucks, die die Gruppe besonders bis 1923 auszeichnete, ist in den gezeigten Kunstwerken mitunter spürbar.

Zu dieser Ausstellung gehört auch eine Zeichnung von Fritz Ascher , der die Novemberrevolution 1918 in Berlin miterlebte und als künstlerischer Chronist das Chaos auf den Straßen festhielt.

Einer der Hauptakteure der „Novembergruppe“ war der weltoffene Maler und Architekt Wilhelm Schmid (1892–1971). Vor dem Ersten Weltkrieg war er von der Schweiz ins pulsierende Berlin gezogen, lernte 1914 in Potsdam seine spätere Frau Maria kennen und ließ sich dort nieder. Nach Anfeindungen durch die Nationalsozialisten verließ er 1937 zusammen mit seiner jüdischen Frau Potsdam.